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Chemiebranche im Wandel

Neue Vorschriften für die Kennzeichnung von chemischen Produkten

Die Chemiebranche spielt eine wichtige Rolle in vielen Bereichen unseres Lebens: von der Herstellung von Medikamenten und Kosmetika bis hin zu Materialien für die Bau- und Automobilindustrie. Da viele Chemikalien jedoch potenziell gefährlich sein können, ist es wichtig, dass sie ordnungsgemäß gekennzeichnet werden, um sicherzustellen, dass sie sicher und verantwortungsvoll verwendet werden. In den letzten zwei Jahren hat es mehrere Änderungen bei der Kennzeichnung von Chemikalien gegeben. Eine der Wichtigsten betrifft die Einführung neuer Kennzeichnungsvorschriften gemäß der CLP-Verordnung (Classification, Labelling and Packaging of substances and mixtures).



Die CLP-Verordnung ist am 20. Januar 2009 in Kraft getreten und hat das bisherige System der Kennzeichnung von chemischen Produkten abgelöst. Sie stellt sicher, dass alle chemischen Produkte innerhalb der EU einheitlich und eindeutig gekennzeichnet werden und dass die Kennzeichnung auf den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen basiert.


Am 31. März 2023 hat die Europäische Kommission die delegierte Verordnung (EU) 2023/707 veröffentlicht, welche Änderungen an der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 in Bezug auf die Gefahrenklassen und Kriterien für die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen vornimmt. Mit dieser Änderung werden wichtige, bisher nicht abgedeckte gefährliche Eigenschaften eingeführt. Für diese Stoffe müssen die neuen Gefahrenklassen spätestens ab dem 1. Mai 2025 und für Gemische ab dem 1. Mai 2026 angewendet werden. Zusätzlich hat die Europäische Kommission am 19. Dezember 2022 einen Vorschlag zur Überarbeitung der CLP-Verordnung vorgelegt. Das Ziel ist, die Verordnung zu modernisieren und erkannte Defizite zu beseitigen.


Die Modellreihe VEE etikettiert ovale, runde oder rechteckige Kunststoff- oder Metallbehälter, wie Eimer und Dosen. Die Etikettierung kann auf mehreren Seiten oder rundherum angebracht werden. Auf Wunsch kann eine Deckelverschließeinheit integriert werden, die bereits aufgelegte Deckel vor dem Etikettierprozess im Durchlauf aufpresst.

Eine wichtige Änderung betrifft die Einführung neuer Anforderungen an die Kennzeichnung von Gemischen. Gemische müssen nunmehr mit einem Gefahrenhinweis-Piktogramm gekennzeichnet werden, das auf den enthaltenen Stoffen und deren Gefährdung basiert. Darüber hinaus müssen auch die Etiketten der Einzelkomponenten entsprechend angepasst werden. Am 1. Dezember 2023 treten diese Änderungen in Kraft.


Für die GHS-konforme vollautomatische Etikettierung von Kanistern auf bis zu 4 Seiten eignet sich unser Modell KEM-2S.

Außerdem wurde am 17. Januar 2023 die aktualisierte REACH-Kandidatenliste veröffentlicht, um die ECHA-Datenbank zu verbessern und die Verfügbarkeit von Daten über die Chemikalien zu erhöhen. Dadurch können Unternehmen leichter herausfinden, welche Chemikalien in ihren Produkten enthalten sind und welche Informationen sie für eine korrekte Kennzeichnung benötigen.

Nachfolgend führen wir die bestehenden Verordnungen und Vorschriften in der EU auf, die für die Kennzeichnung von Chemikalien in der Chemiebranche gelten.


GHS-Verordnung


Die GHS-Verordnung (Globally Harmonized System of Classification and Labelling of Chemicals) ist ein weltweit einheitliches System für die Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien mit dem Ziel die Kommunikation von Informationen über Gefahren und Risiken zu erleichtern. Sie wurde von den Vereinten Nationen entwickelt und dient als internationale Grundlage für die Einstufung und Kennzeichnung von chemischen Stoffen.

Die GHS-Verordnung schreibt vor, dass alle Chemikalien entsprechend den GHS-Kriterien klassifiziert und gekennzeichnet werden müssen. Dies umfasst auch die Angabe von Gefahrenpiktogrammen, Signalwörtern, Gefahrenhinweisen und Sicherheitshinweisen auf dem Etikett der Verpackung.


CLP-Verordnung


Die Verordnung zur Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen (CLP = Classification, Labelling and Packaging) ist eine weitere wichtige Verordnung in der EU, die die Kennzeichnung von Chemikalien regelt. Die CLP-Verordnung dient dazu, die Gefahren von Chemikalien zu kommunizieren, indem sie eine harmonisierte (= vereinheitlichte) Einstufung und Kennzeichnung von Stoffen und Gemischen vorschreibt.

Sie verlangt von Herstellern und Importeuren von Chemikalien, dass sie ihre Produkte entsprechend den GHS-Kriterien klassifizieren und kennzeichnen und enthält zusätzliche Bestimmungen zur Kennzeichnung von Stoffen, die für die Umwelt gefährlich sein können. Dies umfasst die Verwendung von Gefahrenpiktogrammen, Signalwörtern, Gefahrenhinweisen und Sicherheitshinweisen für mehr Klarheit und Transparenz bei der Kennzeichnung von Gefahrenstoffen.


REACH-Verordnung


Die Verordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH) ist für die Chemiebranche ebenso von großer Bedeutung. REACH hat zum Ziel, die Gesundheit von Menschen und Umwelt besser zu schützen, indem es die Risiken von Chemikalien bewertet und regelt.

Die REACH-Verordnung legt fest, dass alle Chemikalien, die in Mengen von mind. 1 Tonne pro Jahr hergestellt oder eingeführt werden, bei der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) registriert werden müssen. Die Hersteller und Importeure müssen Informationen über die chemischen Eigenschaften und mögliche Risiken der Chemikalien bereitstellen.


IBC mit rodukt-, Gefahrgut- und Logistiketiketten
In der Regel müssen auf Containern oder Fasspaletten mehrere Etiketten angebracht werden: Produkt-, Gefahrgut- und Logistiketiketten. Die Kennzeichnung mit dem Modell IBLM kann dabei entweder während des Durchlaufs oder im Stillstand erfolgen.

Die Unterschiede zwischen GHS, CLP und REACH


GHS (Globally Harmonized System of Classification and Labelling of Chemicals) ist ein weltweit einheitliches System für die Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien. Es wurde von den Vereinten Nationen entwickelt, um die Kommunikation über Chemikalien zwischen Ländern und Branchen zu verbessern.


CLP (Classification, Labelling and Packaging) wurde von der EU entwickelt und übernimmt die GHS-Kriterien für die Einstufung und Kennzeichnung von chemischen Stoffen innerhalb der EU. Die CLP-Verordnung enthält zusätzliche Bestimmungen zur Kennzeichnung von Stoffen, die für die Umwelt gefährlich sein können.


REACH (Registration, Evaluation, Authorization and Restriction of Chemicals) ist eine EU-weite Verordnung, die darauf abzielt, den Schutz von Mensch und Umwelt vor den Risiken, die von Chemikalien ausgehen, zu verbessern. Sie verlangt die Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung von Chemikalien, um deren sichere Verwendung zu gewährleisten.


Der BLM-HC6-VCB1200 Etikettierer bietet die Möglichkeit, mehrere Etiketten gemäß der GHS-Richtlinie am Umfang des Fasses aufzubringen, wie beispielsweise Produktetikett, Gefahrgutetikett(en) und Logistiketikett.

Was decken die CRISTAL-Standards ab?


Die CRISTAL-Standards (Communicating Reliable Information and Standards to Agriculture and Logistics) wurden entwickelt, um eine umfassende Transparenz entlang der Lieferkette zu gewährleisten und den elektronischen Handel von Agrochemikalien und anderen Agrarprodukten über das Internet zu erleichtern. Durch die Implementierung von Serialisierungs- und Aggregationsmethoden können gefälschte Produkte besser identifiziert werden, was zu einem höheren Schutz der Verbraucher und zu einem verbesserten Vertrauen in die Lieferkette führt. Darüber hinaus ermöglicht die verbesserte Rückverfolgbarkeit eine effizientere Reaktion auf Rückrufe oder Sicherheitsbedenken.


Das Ziel ist die Rückverfolgbarkeit in der Chemiebranche


Insgesamt sind GHS, CLP, REACH und die CRISTAL-Standards wichtige Instrumente, die dazu beitragen, dass Chemikalien sicher und verantwortungsvoll gehandhabt werden. Durch die Einhaltung dieser Verordnungen und Standards können Unternehmen sicherstellen, dass sie ihre Verantwortung gegenüber Mensch und Umwelt wahrnehmen und gleichzeitig ihre Geschäftsziele erreichen.

Eine angemessene Kennzeichnung von Chemikalien gibt Nutzern die notwendigen Informationen, um die potenziellen Risiken bei der Handhabung von Chemikalien zu verstehen und zu minimieren.


Professionelle Unterstützung bei Erfüllung der Kennzeichnungspflicht


Die Firma b+b Automations- und Steuerungstechnik GmbH unterstützt Unternehmen in der Chemiebranche dabei, die bestehenden und neuen Anforderungen an die Kennzeichnung von chemischen Produkten einzuhalten.

Mit ihren Etikettier- und Serialisierungssystemen, sowie den Track & Trace-Softwarelösungen für die Serialisierung und Aggregation der Produkte, bietet b+b maßgeschneiderte Lösungen für die individuellen Anforderungen jeden Projekts.

Die Serialisierungssoftware von b+b ermöglicht Unternehmen, eine lückenlose Nachverfolgbarkeit ihrer Produkte zu gewährleisten und so die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften sicherzustellen. Dabei unterstützt die Aggregationsfunktion bei der Zuordnung von Einzelprodukten zu größeren Verpackungseinheiten und erleichtert die Verwaltung der Produktions- und Lieferkette.


Die Systeme sind einfach zu bedienen und können nahtlos in bestehende Produktionsabläufe integriert werden, um den Arbeitsaufwand zu minimieren.

Weiterführende Informationen erhalten Sie auf unserer Website oder bei Ihrem Ansprechpartner!


Auf unserem YouTube Kanal finden Sie Info-Videos zur Kennzeichnung chemischer Produkte:


PR-02-2023-Chemie-im-Wandel
.pdf
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